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SC TUB Mussum 1926

Absoluter Fachmann - wenn nicht ich, wer dann?!?

Ich verrate ja nichts Neues. Man zählt mich zu den absoluten Fachleuten in Sachen Fußballverstand.

Nicht nur donnerstags in der Gesprächsrunde „Koryphäe am Ball“ genannt. Auch so in allgemeinen Diskussionen muss ich immer wieder feststellen, dass mein geballtes Wissen rund um den Ball ganz enorm ist. Schließlich informiere ich mich auch ständig im Doppelpass, Sportbild und dem Fohlenecho, früher Bocholter Volksblatt und nicht zu vergessen am Mussumer Stammtisch (auch wenn der ein oder andere seit Wochen in Berlin Urlaub macht!)

Und dann das am letzten Sonntag in Bislich (04.09.2022 die Redaktion)

Mit Freuden und Freunden besuchte ich das Auswärtsspiel der Ersten. Per Drahtesel und in froher Erwartung. Diese Saison habe ich schon mehrere Spiele unserer Ersten gesehen und bin total von deren Auftritten auf dem Platz begeistert. Diese Technik, dieses Zusammenspiel nach vorne, auch der Kampfgeist kommt nicht zu kurz. Einfach toll. So müsst ihr euch meine frühere Spielweise vorstellen. Gut, eine wenig Fallrückzieher-Tore fehlen noch, aber das kann ja noch kommen.

In der ersten Halbzeit dominierte TuB das Spiel. Leider, ohne zum Torerfolg zu kommen.

Achja: Der Schiedsrichter war auch da.

Er hatte eigentlich wenig zu tun. Die Mannschaften pflegten einen fairen Umgang. Es war eigentlich nur ne Frage der Zeit für unser erstes Tor. Dieser Tatbestand könnte zu ein wenig Langeweile beim Schiedsrichter geführt haben. Er wollte Farbe ins Spiel bringen. Bei der ersten gelben Karte gegen uns, war es auch der erste Foulpfiff im Mittelfeld. Grund war eine, naja, harmlose Geschichte. Die zweite gelbe Karte könnte man unter weiter Auslegung ala Markus Merk (aber auch gar nichts ist vergessen und verziehen!!!!!!) als taktisches Foul werten, aber……..

Dann ging es in der zweiten Halbzeit wieder los. Am Übergewicht (nicht meines, ich hatte leckere Bratwürstchen) unserer Jungs änderte sich nichts. Ein wenig Sorgen machte das fehlende Tor. Bis Nick zuschlug und uns beruhigte.  

Dann wieder der Schiedrichter: Mehrere Pfiffe, z.B. bei Abseitsstellungen, kleinen Fouls und dergleichen waren nicht zu hören. Auf beiden Seiten spielten die Spieler teilweise weiter - weil sie eben die Pfiffchen des Schiedrichter einfach nicht hören konnten.

Und jetzt der Knaller!

Nick wurde sauber durch die Gasse geschickt, hämmerte den Ball wuchtig aufs Tor. Der herauseilende Torwart warf sich dem Schuss entgegen und wurde leider am Kopf hart getroffen. An der Reaktion einzelner Spieler konnte man als Zuschauer erahnen, dass das Spiel bereits unterbrochen war (keiner hatte den Pfiff des Schiedrichters gehört). Wegen vermeintlichem Abseits. War schade, aber so weit so gut. Doch dann kam tatsächlich die Rote Karte für Nick. Vom Wert her, wie seiner Zeit die Rote Karte an Rudi Völler, der sich hat anspucken lassen. Völlig unverständlich und daneben.

Vielleicht versuchte der Schiedsrichter noch mehr Harmonie in das Spiel zu bringen. Dies ging dann gewaltig nach hinten los. Auch als dann noch Bislich durch einen berechtigten Strafstoß ausgleichen konnte, verschärfte sich das Verhalten untereinander auf dem Platz. „Make peace not war“ wurde auf beiden Seiten nicht mehr eingehalten. Es folgten noch zwei rote Karte, die sicher gegeben werden konnten. Aber durch eine sachliche Spielleitung wären sie mit Sicherheit verhindert worden.

Unsere Seligkeit konnte ein wenig wieder hergestellt werden nach dem verdienten Siegestreffer durch Ouri, der sein grandioses Spiel mit einem Tor (des Jahrhunderts) krönen konnte.

Der Rückweg war dann nicht langweilig. Wir haben noch lange über diese Merkwürdigkeit gesprochen.

In diesem Sinne - Euer Scholli!